Keine Macht der Ohnmacht

Informationen Zur Plötzlichen Bewusstlosigkeit

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Implantierbare Herzmonitore

Bei einer herzbedingten (kardialen) Ursache lösen häufig Herzrhythmusstörungen die Ohnmachtsanfälle aus. Um dies zu bestätigen oder auszuschließen, muss während der Bewusstlosigkeit Ihr EKG aufgezeichnet werden. Zur Ohnmacht kommt es aber meist nicht ausgerechnet dann, wenn Sie gerade beim Arzt sind. Ein implantierbarer Herzmonitor kann Ihre Herzaktivität ununterbrochen bis zu drei Jahre lang überwachen. Daher ist die Wahrscheinlichkeit hoch, eine EKG-Aufzeichnung während eines Ohnmachtsanfalls zu erhalten.

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Sollten Sie sich unwohl fühlen oder ungewöhnliche Symptome spüren, können Sie die Aufzeichnung mit einer kleinen Fernbedienung auch selbst starten. Das vom Herzmonitor gespeicherte EKG liefert Ihrem Arzt Informationen darüber, ob Ihre Beschwerden vom Herzen kommen. Er kann das EKG auswerten und eine geeignete Behandlung veranlassen.

Studien und Empfehlungen medizinischer Fachverbände

Studien haben belegt, dass implantierbare Herzmonitore die Ursache gelegentlich auftretender Ohnmachtsanfälle häufiger aufdecken als andere Untersuchungsverfahren.1 Der Herzmonitor ist außerdem ein von medizinischen Fachverbänden anerkanntes und empfohlenes Gerät zur Diagnostik von Ohnmachten. So empfiehlt die European Society of Cardiology (ESC - Europäische Gesellschaft für Kardiologie) in ihren Synkopen-Leitlinien von 2009, den Herzmonitor bei Verdacht auf herzbedingte Ohnmachten einzusetzen - und zwar vor anderen Untersuchungsmethoden.2 In ihrem Kommentar zu den ESC-Leitlinien hat sich die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) 2011 dieser Empfehlung angeschlossen.3

 

Quellenangaben

  1. Vitale E, Ungar A, Brignole M et al. Discrepancy between clinical practice and standardized indications for an implantable loop recorder in patients with unexplained syncope. Europace. 2010 Oct;12(10):1475-9
  2. Moya A, Sutton R, Ammirati F, et al. Guidelines for the diagnosis and management of syncope (version 2009). Eur Heart J. 2009;30(21):2631-2671.
  3. von Scheidt W, et al. Kommentar zu der Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Synkopen der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie 2009. Der Kardiologe 2011; 5: 5‐12

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