Viele Menschen, bei denen es selten, aber wiederholt zu Symptomen kommt, wissen nicht, was sie dagegen tun sollen, oder ob überhaupt etwas unternommen werden muss.
Symptome können Ohnmachtsanfälle sein oder so genannte Präsynkopen (man stand kurz davor, in Ohnmacht zu fallen, Schwarzwerden vor Augen), Schwindelgefühl oder "Palpitationen" (oft als Herzklopfen, Herzstolpern, Herzflattern o.ä. beschrieben). Da manchmal Monate zwischen den Ereignissen liegen, glauben manche Patienten, es könne gar nichts Ernstes sein oder dass so seltene Ereignisse einfach "normal" sind oder mit dem Alter zu tun haben. Oft widerstrebt es Patienten, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Da die Symptome jedoch Zeichen für ein schwerwiegendes medizinisches Problem sein können, zum Beispiel für eine Herzrhythmusstörung oder eine neurologische Erkrankung, sollten alle, die solche Symptome erleben, sofort mit ihrem Arzt sprechen.
Zur Abklärung kardialer Ursachen gehören meist eine oder mehrere der folgenden Untersuchungen:
EGK
Langzeit-EKG
Ereignisrekorder: extern oder intern
Kipptischuntersuchung
Elektrophysiologische Untersuchung
Andere Untersuchungen
Dabei unterscheiden sich die Untersuchungen nach zwei Kriterien:
a) Es wird versucht, die Bedingungen nachzuahmen, unter denen es zu den Symptomen kommt.
b) Der Herzrhythmus und die Herzfrequenz (Zahl der Herzaktionen pro Minute) werden überwacht, um zu erkennen, was während des Ereignisses mit dem Herzen passiert.
Vermutet Ihr Arzt eine Herzrhythmusstörung, gilt ein Elektrokardiogramm (EKG) während des Ereignisses als "Goldstandard".
Obwohl etwa ein Drittel aller Patienten mit wiederholten, unerklärten Episoden auch nach diesen Untersuchungen ohne eine Diagnose bleiben, waren diese Tests - bisher - das beste, was den Ärzten zur Verfügung stand. Die oben genannten Verfahren, zur Überwachung des Herzens, sind besonders in den Fällen nützlich, wo die Synkopen relativ häufig auftreten. Die herkömmlichen Methoden können nur zeitlich begrenzt eingesetzt werden. Oft reicht dies jedoch nicht aus.
Inzwischen gibt es neue Diagnostiksysteme, die diese Lücke schließen und das Herz bis zu drei Jahre lang ununterbrochen überwachen.