Manchmal bleibt keine Zeit zu reagieren – die Ohnmacht kommt nicht, sie ist einfach da. Kündigt sich jedoch eine Synkope an (z.B. Schwindelgefühl, Orientierungsverlust), können Sie mit einer einfachen Maßnahme viel erreichen: Sofort hinlegen und die Beine hochhalten bzw. (sofern möglich) hochlegen.
Das bewirkt zwei Dinge:
1. Kreislauf-Stabilisierung Das Blut fließt aus den Beinen zum Herzen und steht so zur Verbesserung des Blutdrucks zur Verfügung. Damit sind die sehr häufigen Kreislauf- Regulationsstörungen sowie der beeinträchtigte Kreislauf-Reflexbogen meistens ausreichend behandelt. Die Bewusstlosigkeit wird eventuell vermieden oder zumindest verkürzt.
2. Sturz-Vermeidung Das sofortige Hinlegen, bevor Sie die Kontrolle verlieren, bewahrt Sie vor möglichen Verletzungen durch einen Sturz. Zögern Sie nicht, zum Beispiel aus Scham, sofort auf eine drohende Ohnmacht zu reagieren. Gerade in heiklen Situationen (wie beispielsweise am Steuer eines Fahrzeuges) ist es wichtig, sich vorsichtshalber frühzeitig freiwillig „auszuklinken” – lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig.
Bei Eintritt einer Ohnmacht sollten die Helfer den Betroffenen sofort in die oben beschriebene Lage bringen. Hinzu kommen – möglicherweise lebensrettende – Sofortmaßnahmen, wenn der Bewusstlose nicht in den ersten 30 Sekunden wieder erwacht:
1. Notarzt und Rettungswagen alarmieren.
2. Feststellen, ob der Ohnmächtige noch atmet (Brustkorbbewegung?).
3. Feststellen, ob ein Puls vorhanden ist.
4. Sofortiger Beginn der Wiederbelebung bei Atem- und/oder Pulsstillstand.
5. Bei vorhandenem Puls und funktionierender Atmung Ausrichtung des Ohnmächtigen in die stabile Seitenlage (Vermeidung der Erstickungsgefahr durch Erbrochenes).